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7. Juli 2026
Aktualisiert am 17. Juli 2026

Die passende Größe fehlt, eine Lieferung stimmt nicht oder vor der Nachbestellung muss erst der Bestand geprüft werden: Viele Aufgaben rund um die Berufskleidung laufen nebenbei mit. Die folgenden fünf Alltagssituationen zeigen, wo im Betrieb regelmäßig Zeit investiert wird – oft, ohne dass es bewusst auffällt.
Vielleicht kennen Sie das: Die Woche hat gerade erst begonnen, doch bevor die eigentliche Arbeit Fahrt aufnimmt, sind schon die ersten Minuten und Stunden verschwunden. Nicht wegen eines großen Problems, sondern wegen vieler kleiner Aufgaben, die nebenbei erledigt werden müssen.
Ein Teil davon hängt oft mit der Berufskleidung zusammen. Größen klären, Bestände prüfen, Ersatz organisieren oder Lieferungen kontrollieren – jede einzelne Aufgabe wirkt überschaubar. In der Summe kommt jedoch einiges zusammen. Die KfW Research beziffert den bürokratischen Aufwand im Mittelstand auf rund 32 Stunden pro Monat und Unternehmen (KfW Research, Nr. 495, April 2025).
Hier sind fünf Situationen, die vielen Betrieben bekannt vorkommen dürften.
Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben, der erste Arbeitstag steht an. Jetzt muss nur noch die passende Berufskleidung bereitliegen.
Doch genau hier beginnt oft die Suche. Welche Größe wird benötigt? Ist sie noch auf Lager? Gibt es überhaupt ausreichend Kleidung? Was zunächst nach wenigen Minuten aussieht, verteilt sich schnell auf mehrere kleine Arbeitsschritte – und damit auf mehrere Personen.
Die neue Lieferung wird ausgepackt. Beim Kontrollieren fällt auf: Eine Größe fehlt, ein Kleidungsstück wurde falsch geliefert oder die Stückzahl stimmt nicht.
Nun muss jemand nachfragen, reklamieren, den Austausch organisieren und prüfen, ob die Ersatzlieferung angekommen ist. Kein großer Vorgang, aber einer von vielen, die im Alltag immer wieder auftauchen.
Wenn die Temperaturen wechseln, wechseln oft auch die Anforderungen an die Berufskleidung.
Dann werden Jacken herausgesucht, Sommerkleidung eingelagert oder zusätzliche Teile ausgegeben. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob noch alles vollständig und einsatzbereit ist. Was auf dem Papier nach einer kleinen organisatorischen Aufgabe klingt, beschäftigt häufig mehrere Personen gleichzeitig.
Eine Hose ist beschädigt. Eine Jacke passt nicht mehr. Handschuhe oder andere Teile müssen ergänzt werden.
Jeder einzelne Fall ist schnell erledigt. Im Laufe eines Jahres entstehen daraus jedoch zahlreiche kleine Vorgänge: prüfen, dokumentieren, nachbestellen, ausgeben und den Bestand aktualisieren.
Spätestens vor einer Nachbestellung taucht oft dieselbe Frage auf: Was haben wir eigentlich noch auf Lager?
Dann wird gezählt, gesucht und abgeglichen. Welche Größen sind vorhanden? Welche Teile fehlen? Welche Kleidung wird überhaupt noch genutzt? Diese Bestandskontrolle gehört in vielen Betrieben zum Alltag – erscheint jedoch selten in einer Zeitrechnung.
Die meisten dieser Tätigkeiten wirken für sich genommen unscheinbar. Genau deshalb werden sie häufig nicht als eigener Aufwand wahrgenommen. Erst wenn man eine Woche lang bewusst darauf achtet, wird sichtbar, wie oft solche organisatorischen Aufgaben anfallen.
Wenn Sie tiefer in das Thema einsteigen möchten, zeigt unser Leitartikel, welche Aufwände rund um Berufskleidung typischerweise entstehen und warum sie in vielen Betrieben unterschätzt werden:
KfW Research, Fokus Volkswirtschaft Nr. 495 (2025-04-25): „Sieben Prozent der Arbeitszeit im Mittelstand für bürokratische Prozesse“, Autor Dr. Michael Schwartz; verfügbar unter:
https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-2025/Fokus-Nr.-495-April-2025-Buerokratie.pdf