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Weniger Gewicht, mehr Akzeptanz: Moderne PSA im Wandel

12. Oktober 2026
Berufsbekleidung
Die Anforderungen an Schutzkleidung verändern sich. Beschäftigte arbeiten häufig in warmen Produktionsumgebungen, bewegen sich viel und führen zugleich körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten aus. (Foto: Mewa)

Hitzebelastung, körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten und steigende Anforderungen an die Ergonomie verändern den Markt für Persönliche Schutzausrüstung (PSA). Hersteller reagieren mit neuen Materialkonzepten, die Schutzwirkung und Tragekomfort vereinen. Genau hier setzt auch das Produktmanagement von Mewa an: Statt Schutzkleidung pauschal mit möglichst vielen Normen auszustatten, wird nach Gefährdungsprofilen differenziert. Mit über 40 Jahren PSA-Expertise bietet der Textildienstleister aus Wiesbaden ein breites Portfolio für viele Branchen, das nahezu alle Normen abdeckt und zugleich auf spezifische Lösungen statt Standardware setzt.

Sicherheit beginnt mit der richtigen Auswahl

Persönliche Schutzausrüstung muss zuverlässig vor den Gefahren am jeweiligen Arbeitsplatz schützen. Damit das gelingt, müssen die Mitarbeitenden ihre Schutzkleidung konsequent tragen. Moderne PSA setzt deshalb stärker auf leichtere Materialien, intelligente Fasermischungen und passgenaue Schutzkonzepte. Ziel ist es, eine optimale Schutzwirkung und hohe Akzeptanz im Arbeitsalltag durch einen angenehmen Tragekomfort zu erreichen. „Viele Unternehmen bevorzugen Multinormkleidung. Mehr Schutzfunktionen bedeuten aber nicht automatisch mehr Sicherheit“, weiß Silvia Mertens, Leiterin Produktmanagement bei Mewa. Jede zusätzliche Schutzfunktion stellt weitere Anforderungen an das Material und die Zusammensetzung der Kleidung. Und kann daher Auswirkungen auf den Tragekomfort, die Pflege und die Lebensdauer haben.

Die Herausforderung besteht also darin, die Schutzkleidung exakt auf die tatsächlichen Risiken am jeweiligen Arbeitsplatz auszurichten: „Schutzkleidung muss zwingend die Anforderungen erfüllen, die sich aus der Gefährdungsanalyse ergeben – das ist gesetzt“, betont Mertens. „Oft besteht aber der Wunsch, in einem Kleidungsstück wirklich alle denkbaren Gefahren abzudecken. Auch wenn sie am jeweiligen Arbeitsplatz keine Relevanz haben. Wenn man sich von diesem Gedanken löst, können moderne Gewebe und ergonomische Schnitte in vielen Bereichen die Trageeigenschaften verbessern, ohne dabei Kompromisse hinsichtlich ihrer Schutzfunktion einzugehen.“ Mewa differenziert sein PSA-Angebot gezielt nach Gefährdungsprofilen und Tätigkeitsbereichen. Statt einer universellen Lösung für alle Arbeitsplätze entstehen spezialisierte Kollektionen für verschiedene Branchen und Einsatzszenarien. Dazu zählen etwa spezielle Lösungen für Hitze- und Flammschutz, Chemikalienschutz, Warnschutz oder – ja – auch Multifunktionsschutz, der Funktionen arbeitsplatzspezifisch miteinander kombiniert.

Leichte PSA im Trend: Warum Arbeitsschutz und Akzeptanz Hand in Hand gehen Die Anforderungen an Schutzkleidung verändern sich. Beschäftigte arbeiten häufig in warmen Produktionsumgebungen, bewegen sich viel und führen zugleich körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten aus. Vor diesem Hintergrund steigen die Erwartungen an Komfort, Passform und Bewegungsfreiheit. Leichte PSA, ergonomische Schnitte und moderne Designs werden damit in vielen Bereichen immer wichtiger. So weist die Unfallkasse Hessen auf ihrer Webseite darauf hin, dass PSA nur dann wirksam ist, wenn Beschäftigte ihre Schutzkleidung konsequent tragen. „Schwere Materialien sind für die Mitarbeitenden eine zusätzliche körperliche Belastung. Die PSA wird dann unter Umständen nicht korrekt oder schlimmstenfalls nicht konsequent getragen“, so Mertens. Neue Materialien und Fasermischungen tragen deshalb dazu bei, die Belastung für die Trägerinnen und Träger zu reduzieren und gleichzeitig die Arbeitssicherheit in den Gefährdungsbereichen aufrechtzuerhalten.

Intelligente Materialien reduzieren Gewicht

Für die Entwicklung leichter PSA setzt Mewa auf unterschiedliche Fasertechnologien und Gewebekonstruktionen. Im Bereich Hitze- und Flammschutz kommen beispielsweise intelligente Materialkombinationen zum Einsatz, die Schutzfunktion, Strapazierfähigkeit und Tragekomfort miteinander vereinen. „Ein aktuelles Beispiel ist die Kollektion „Dynamic Elements Plus S“. Sie wurde als leichtere Variante der bestehenden Kollektion „Dynamic Elements Plus“ entwickelt und fällt mit einem Flächengewicht von 200 g/m² gegenüber 245 g/m² bei der Ausgangsvariante rund 20 Prozent leichter aus“, so Mark Weber, Teamleiter Produktentwicklung bei Mewa. Die Gewichtsreduzierung macht sich insbesondere bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten bemerkbar. Durch das geringere Materialgewicht erhöht sich die Bewegungsfreiheit. Beschäftigte profitieren von einem angenehmeren Tragegefühl, insbesondere in warmen Produktionsumgebungen oder bei Arbeiten mit hoher körperlicher Aktivität. Genau darin sieht Weber einen wesentlichen Vorteil moderner Schutzkleidung: „Die Rückmeldungen aus dem Markt zeigen, dass Unternehmen einen deutlich höheren Tragekomfort immer stärker nachfragen. Wird die PSA von den Beschäftigten gerne getragen, verbessert das letztlich auch die Schutzwirkung im Arbeitsalltag.“

Wo leichte PSA an ihre Grenzen stößt

Die Schutzwirkung von PSA hat oberste Priorität. Leichtere Materialien dürfen deshalb nur dort eingesetzt werden, wo sie den Anforderungen der jeweiligen Gefährdungsbeurteilung vollständig entsprechen. Für besonders intensive Anwendungen kann daher ein höheres Materialgewicht weiterhin notwendig sein. „Intensive Schweißarbeiten erfordern für zuverlässigen Schutz ein deutlich robusteres Gewebe als gelegentliches Schweißen. Ein gutes Beispiel ist unsere Kollektion Dynamic Flame“, so Weber. In der Basisausführung kommt die Bundjacke auf ein Gewicht von rund 350 g/m² und eignet sich besonders für Instandhalter und Schlosser, die nur gelegentlich schweißen. Wer dagegen in der thermischen Metallverarbeitung wie im Stahl- oder Maschinenbau arbeitet, braucht einen deutlich höheren Schutz beim Schweißen. Die Arbeitsjacke in der Ausführung „Flame Extreme“ kommt daher auf ein Gewicht von 570 g/m². „Das Gefahren-Profil des jeweiligen Arbeitsplatzes entscheidet darüber, welche Bekleidung passend ist, um dort den erforderlichen Schutz bieten zu können“, betont Weber. Gerade bei Multinormkleidung sei deshalb eine sorgfältige Auswahl erforderlich.

PSA als Teil einer kompletten Arbeitsschutzlösung

Neben der richtigen Produktauswahl spielt für Unternehmen auch der organisatorische Aufwand hinsichtlich der Pflege und Instandhaltung ihrer PSA eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund bietet Mewa seinen Kunden einen umfassenden Rundum-Service für PSA an. Neben der Bereitstellung umfasst dieses Angebot auch die Pflege, Reparatur und Kontrolle der Schutzkleidung nach zertifizierten Qualitäts-, Hygiene- und Sicherheitsstandards. Das entlastet Unternehmen spürbar und gewährleistet zugleich, dass die Schutzfunktion der PSA während ihrer gesamten Nutzungsdauer erhalten bleibt und den Mitarbeitenden jederzeit einsatzbereit zur Verfügung steht. Ergänzt wird das Angebot durch ein umfangreiches Angebot an PSA-Artikeln im Mewa-Onlineshop. Dort finden Kunden weitere Komponenten für den Arbeitsschutz wie beispielsweise Handschuhe, Brillen, Gehörschutz sowie Sicherheitsschuhe und Knieschutzsysteme.


Silvia Mertens

Leiterin Produktmanagement bei Mewa

„Oft besteht der Wunsch, in einem Kleidungsstück wirklich alle denkbaren Gefahren abzudecken. Auch wenn sie am jeweiligen Arbeitsplatz keine Relevanz haben. Wenn man sich von diesem Gedanken löst, können moderne Gewebe und ergonomische Schnitte in vielen Bereichen die Trageeigenschaften verbessern, ohne dabei Kompromisse hinsichtlich ihrer Schutzfunktion einzugehen.“


Bild- und Filmmaterial

Die Anforderungen an Schutzkleidung verändern sich. Beschäftigte arbeiten häufig in warmen Produktionsumgebungen, bewegen sich viel und führen zugleich körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten aus. (Foto: Mewa)

Die Anforderungen an Schutzkleidung verändern sich. Beschäftigte arbeiten häufig in warmen Produktionsumgebungen, bewegen sich viel und führen zugleich körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten aus. (Foto: Mewa)

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Leichte PSA: Neue Materialkonzepte, die Schutzwirkung und Tragekomfort vereinen (Foto:Mewa)

Leichte PSA: Neue Materialkonzepte, die Schutzwirkung und Tragekomfort vereinen (Foto:Mewa)

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Moderne PSA setzt auf leichtere Materialien, intelligente Fasermischungen und passgenaue Schutzkonzepte. (Foto: Mewa)

Moderne PSA setzt auf leichtere Materialien, intelligente Fasermischungen und passgenaue Schutzkonzepte. (Foto: Mewa)

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