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Gemeinsam den Kreislauf schließen: Textilrecycling im europäischen Schulterschluss

2. Juni 2026
NachhaltigkeitUnternehmen
Auch im Textilbereich gilt: Je länger Produkte genutzt werden, desto geringer sind Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen. (Bild: VTT Studio / iStock / Getty Images Plus)

Was passiert mit Berufskleidung, wenn sie ihre letzte Schicht hinter sich hat? Wenn es nach dem europäischen Branchenverband ETSA (European Textile Services Association) geht, endet der Weg von Arbeitsjacken und ‑hosen nicht im Abfall – sondern in einer neuen Zukunft.

Langlebigkeit, Reparatur und Wiederverwendung sind laut EU der Schlüssel für wirksame Kreislaufwirtschaft und seit jeher das Grundprinzip von Textil-Service. Die Logik leuchtet ein: Je länger Produkte und Materialien in Umlauf gehalten werden, desto weniger Ressourcen werden verbraucht und umso weniger Abfall muss entsorgt werden.

Doch ein echter Kreislauf schließt sich nicht am Ende des Produktlebens. Genau hier setzt Mewa an – mit eigener Forschung und Entwicklung, mit Engagement auf europäischer Ebene und der Mitarbeit in Recyclingprojekten. Denn hochwertig gefertigte Berufskleidung stellt das Textilrecycling vor besondere Herausforderungen. Komplexe Mischgewebe, funktionale Details und hohe Qualitätsanforderungen machen ausgediente Textilien schwer wiederverwertbar. Eine Lösung dafür zu finden, ist keine Aufgabe für Einzelne, sondern für eine ganze Branche.

Als langjähriges Mitglied der ETSA unterstützen wir daher aktiv eine europaweite Initiative, die das Textilrecycling im großen Maßstab voranbringen soll. Die ETSA bündelt die Expertise europäischer Textildienstleister und bringt sie als starke Stimme auf EU‑Ebene ein – dort, wo politische Rahmenbedingungen darüber mitentscheiden, ob textile Kreisläufe künftig Realität werden können. Gemeinsam mit anderen europäischen Textildienstleistern und dem polnischen Recyclingunternehmen PPHU TUR arbeiten wir daran, ausgediente Berufskleidung wieder in den Nutzungskreislauf zurückzuführen. In einem mechanischen Recyclingverfahren entstehen aus alten Textilien neue Materialien – etwa für Dämmstoffe in der Bauindustrie oder Anwendungen in der Automobilbranche. So werden ehemalige Arbeitstextilien zu gefragten Rohstoffen für zahlreiche B2B‑Märkte.

Für Mewa ist das ein konsequenter Schritt – und nicht der einzige. Parallel engagieren wir uns in Forschungsprojekten wie TheKey, bei denen durch chemisches Recycling aus gebrauchter Funktionskleidung neue Hightech‑Gewebe entstehen sollen. Für uns sind gebrauchte Textilien kein Reststoff, sondern wertvolles Material für Innovation. „Ein geschlossener Kreislauf entsteht nur im Zusammenspiel“, lautet unsere Überzeugung. Indem Textildienstleister ihr Wissen bündeln, entlang der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten und gemeinsam politische Weichen stellen, kann Recycling zum festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells werden.

Das Ziel ist ehrgeizig, aber notwendig: Textilien so zu gestalten, zu nutzen und weiterzuverarbeiten, dass sie am Ende ihres Lebens zum Anfang für Neues werden. Der europäische Schulterschluss im ETSA‑Netzwerk bringt Mewa diesem Ziel ein großes Stück näher.


Bild- und Filmmaterial

Auch im Textilbereich gilt: Je länger Produkte genutzt werden, desto geringer sind Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen. (Bild: VTT Studio / iStock / Getty Images Plus)

Auch im Textilbereich gilt: Je länger Produkte genutzt werden, desto geringer sind Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen. (Bild: VTT Studio / iStock / Getty Images Plus)

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